PECAN-CA ACT · Universität zu Köln

Dein Prozessnetzwerk

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Drei Prozesse, ein Ergebnis, neun Einschätzungen

Du bewertest gleich, wie oft drei Prozesse bei dir vorkommen — und wie stark sie sich gegenseitig und deine Lebensqualität beeinflussen. Die Lebensqualität ist dabei das Ergebnis: Sie wird beeinflusst, aber sie treibt selbst nichts an. Daraus entsteht dein Netzwerk mit der Frage: Wo würde eine Veränderung am meisten bewegen?

Dauer: etwa vier Minuten. Privat: alles bleibt auf diesem Gerät, nichts wird gesendet oder gespeichert außer lokal in deinem Browser.

Es gibt keine richtigen Antworten. Dein erster Impuls ist meistens der brauchbarste.

Wie oft kommt das bei dir vor?

Denk an die letzten zwei Wochen. Auch das Ergebnis — deine Lebensqualität — wird hier eingeschätzt.

Was wirkt worauf?

Jetzt geht es um die Richtung: Wenn dir einer der drei Prozesse fehlt — wie stark schlägt das auf die anderen und auf deine Lebensqualität durch? Neun kurze Fragen.

Zu jeder Frage stehen ein oder zwei Beispiele. Sie sind Anker, keine Vorgaben — wenn deine Erfahrung anders aussieht, zählt deine.

Dein Netzwerk

Die drei Kreise sind die Prozesse, die Kapsel unten ist das Ergebnis: Sie nimmt auf, sie treibt nichts an. Größe = wie oft etwas vorkommt, Pfeilstärke = wie stark ein Mangel durchschlägt. Zwischen zwei Prozessen laufen die Pfeile im Uhrzeigersinn um ihre Verbindung herum.

Wie stark treibt jeder Prozess das Netzwerk?

Out — Summe der ausgehenden Kanten (klassische Out-Zentralität). In — Summe der eingehenden Kanten. Belastung — der Mangel an diesem Prozess, berechnet als 11 minus Häufigkeit: Was selten vorkommt, belastet stark. Sev-gew. — severity-weighted Outdegree plus eigene Belastung (sevwod_combined nach PECAN2): Jede ausgehende Kante zählt mit dem Anteil, den sie am Zufluss des Zielknotens hat, multipliziert mit dessen Belastung. Ein Prozess bekommt also genau den Teil der fremden Belastung zugerechnet, den er verursacht — plus seine eigene.

Die Lebensqualität hat naturgemäß weder Out- noch Sev-gew.-Wert: Sie ist als Ergebnis modelliert und wirkt auf nichts zurück.

Fragen und Beispiele übersetzt und angepasst nach dem PECAN-Survey von Lavefjord et al. (2025) — reduziert auf drei Prozesse plus Ergebnis. Die Zentralitätsmaße folgen PECAN2 (pecanCen).

Wichtig: Das ist eine Hypothese, kein Befund. Es zeigt, was du über die Zusammenhänge annimmst — und Menschen irren sich über die Ursachen ihres Verhaltens. Genau deshalb ist es ein guter Gesprächseinstieg und kein Testergebnis.